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 Tipps für einen gesunden Bildschirmarbeitsplatz

 

Muskel- und Skeletterkrankungen stehen mit rund 30% aller Arbeitsunfähigkeitstage mit Abstand an der Spitze der Statistiken über krankheitsbedingte Fehltage in den Betrieben. Fast 80% der deutschen Bevölkerung leiden sporadisch oder chronisch unter Beschwerden an der Wirbelsäule.

Betroffen sind nicht nur Berufe mit schwerer körperlicher Arbeit aus dem Baugewerbe, Pflegedienst oder der Metallbranche. Auch bei vermeintlich körperlich wenig beanspruchenden Berufen wie der Büroarbeit gelten Rücken- , Nacken- und Kopfschmerzen mit Abstand als die häufigste arbeitsbedingte Erkrankung.

Die Arbeit am Bildschirm bestimmt heute für viele einen Großteil der täglichen Arbeitszeit, wobei nur wenige Computerarbeitsplätze ergonomisch (griech.: ergon = Arbeit / nomos = Regel, Gesetz) eingerichtet sind. Häufig wurden in den Betrieben oder auch zu Hause Schreibtische mit geringem Platzangebot zu Computertischen umfunktioniert.

Bildschirmarbeitsplätze können Schäden an Wirbelsäule und Haltungsmuskulatur bedingen und darüber hinaus zu Herz-Kreislaufbelastungen, Durchblutungsstörungen, Sehstörungen, Kopfschmerzen und psychischen Belastungen führen. Die Ursachen sind chronische Unterbelastung und Fehlbelastung durch Langzeitsitzen während der Arbeitszeit und Mangel an ausgleichender körperlicher Aktivität in der Freizeit.

Erhalten Sie Ihre Gesundheit und steigern Sie Ihre Lebensqualität im Lebensraum Büro, indem Sie folgende ergonomische Tipps zum gesunden Bildschirmarbeitsplatz beachten:

    * Arbeitswissenschaftler belegen inzwischen: Dauersitzen am Computer ist kein
      Schonarbeitsplatz ! Langzeitsitzen vor dem Computer – auch in der richtigen
      Sitzhaltung – bedeutet immer eine hohe Belastung für den Rücken.

    * Professionelle Computernutzer sollten ihre Arbeit im Sitzen so oft wie möglich durch
      Arbeiten im Stehen unterbrechen, z.B. zum Telephonieren aufstehen,
      Stehpult benutzen. Viele Arbeiten müssen nicht im Sitzen erledigt werden.

    * Die "ideale Sitzposition" mit gekipptem Becken (nach vorne geschwungener
      Lendenlordose), aufgerichtetem Brustkorb (gestreckter Brustwirbelsäule) und
      gestrecktem Nacken (lang gezogener Halslordose) darf nicht zur starren
      Haltung werden!

    * Gesund Sitzen heißt dynamisch Sitzen ! Wechseln Sie Ihre Sitzhaltungen öfter,
      das verbessert auch Ihre geistige Beweglichkeit.

    * Ein moderner Bürostuhl lädt seinen Besitzer zu Interaktion ein. Er bietet dem
      Rücken Komfort zur Entlastung des Rückens und ermöglicht gleichzeitig aktives
      Sitzen in verschiedenen Positionen. Bleiben Sie nicht passiv!

    * Organisieren Sie kurze Bewegungspausen zur Entlastung der Bandscheiben und
      Lockerung verspannter Muskeln. Schon kurzzeitige Muskelaktivitäten wie
      mehrmaliges Aufstehen und Hinsetzen wirken sich auf Ihr körperliches Wohlbefinden
      positiv aus.

    * Der Monitor sollte so aufgestellt werden, als ob Sie Ihr Gesicht in einem Spiegel
      betrachten wollten. Für Ihre Kopfhaltung ist der richtige Abstand der Augen zum
      Bildschirm (individuelle Einstellung: 50 bis 80 cm, bei größeren Monitoren
      über 80 cm) entscheidend. Die Bildschirmhöhe sollte so positioniert werden,
      dass die obersten Zeilen sich in Augenhöhe oder darunter befinden.

    * Ihre Augen sind starken Belastungen ausgesetzt. Achten Sie auf eine ausreichende
      Beleuchtung und vermeiden Sie Reflexionen und Blendungen auf dem Bildschirm
      durch richtige Positionierung. Lassen Sie Ihr Sehvermögen regelmäßig durch den
      Augenarzt überprüfen.

    * Tastatur und Computermaus sind inzwischen vielfach nach ergonomischen
      Prinzipien geformt. Achten Sie bei der Bedienung auf einen weichen Anschlag.
      Vor der Tastatur sollten mindestens 10 cm Platz als Auflagefläche für die Hände
      bleiben, damit die Schultergürtelmuskulatur nicht überlastet wird.

    * Die wissenschaftlich nachgewiesenen gesundheitlichen Folgen von
      Bewegungsmangel durch Dauersitzen vor dem Bildschirm lassen sich kaum durch
      Pillen kurieren. Werden Sie körperlich aktiv durch Sport, Training und Bewegung.

Quelle:

ZVK